60 Jahre Tischtennisabteilung

Vor wenigen Wochen konnte unsere Abteilung ihr 60-jähriges Bestehen feiern. Kurz nach der Gründung des Hauptvereins am 6. April 1957 trafen sich am 25.April interessierte Tischtennisspieler, um eine eigene Abteilung ins Leben zu rufen. Unter ihnen war Hans Martin Schirmer, der als einziges Gründungsmitglied auch heute noch als aktiver Spieler zum Einsatz kommt.

Bereits am 5. September war  das erste Freundschaftsspiel gegen Kolping Wernberg und  am 14. September hatte man mit dem TSV Stulln den ersten Vereinsgegner zu Gast. Freundschaftsspiele und Trainingsbetrieb fanden in der Kantine der damaligen DETAG statt, die jedes Mal für Sportbetrieb entsprechend umgebaut werden musste. 1957/58 konnte bereits eine Herrenmannschaft für die Turnierrunde gemeldet werden. Im April 1958 gab es die erste Vereinsmeisterschaft, die von Fritz Gradl gewonnen wurde. Nach Fertigstellung der Sporthalle im Januar 1959 intensivierte sich der Spielbetrieb, da blieben sportliche Erfolge natürlich nicht aus.

 

Als besonderes Ereignis dieser Zeit kann von der Ausrichtung des Sonderklassenaufstiegsturniers für die besten Spieler Nordbayerns in  der  neuen DETAG-Halle berichtet werden. Der Beginn der 60iger Jahre wurde von  Tischtenniserfolgen durch Hans-Martin und Jutta Schirmer, Fritz Gradl und Rita Langnickel (Büttner) geprägt, die durch ihre hervorragenden Leistungen bei Kreis-, Bezirks- und sogar auf Bayernebene auf sich und den TSV DETAG aufmerksam machten. Durch intensives Training und unnachahmlichen Einsatz von Hans Martin Schirmer bei den Damen und vor allem auch in der Jugend erfolgte im Jahre 1969 der Aufstieg der Damen in die Landesliga und zwei Jahre später der Sprung in die Bayernliga. Die Herren schafften 1973 den Aufstieg in die 1. Bezirksliga, die sie allerdings durch beruflichen Weggang mehrerer Spieler am Ende der Saison wieder verlassen mussten.

 

im Bild(rechts):  Hans Martin Schirmer  - Gründungsmitglied und immer noch aktiv - seit 60 Jahren

Im Jahre 1982 steigt Richard Klinger in die Jugendarbeit der Abteilung ein und übernimmt 1989 als Jugendleiter ein für jeden Verein immens wichtiges Amt: die Förderung und Betreuung des Nachwuchses. Zahlreiche Titel auf Kreis-, Bezirks- und Bayernebene folgen bei den Jugendlichen. Mitte der 90er Jahre werden Turniere wie Mittsommernachtsturnier, Burg-Wernberg-Cup und II. Herrenpokal ins Leben gerufen, die heute noch Bestand haben. Im Jahre 1993 gab Helmut Renda mit seiner „Redaktion“ die erste Abteilungszeitung „TT-Intern“ heraus, die erst nach vielen Jahren durch modernere Medienmöglichkeiten (Homepage) abgelöst wurde. Die Aktivitäten außerhalb des Tischtennis nahmen zu, gesellschaftliche Veranstaltungen wie Preiskarteln, Wanderungen, Ausflüge, Badetage und spezielle Unternehmungen der Seniorinnen/Senioren wurden immer beliebter und führten zu einem guten Zusammenhalt in der Abteilung. Statistiken wurden von Beginn an geführt, so dass eine lückenlose Überprüfung der Jubiläumsspiele der Spielerinnen und Spieler möglich war.

Im Jahr 1996 gab es den bisher größten Erfolg bei den Herren. Mit ausschließlich Eigengewächsen -Alfred Braun, Dieter Buchner, Andreas Wild, Stefan Segerer, Georg Lang und Thomas Jenke- gelingt der zweite Meistertitel in Folge und der Aufstieg in die 2. Bezirksliga. Kerstin Rauch machte im Jahre 2000 auf sich aufmerksam. Durch ihre hervorragenden Ergebnisse bei Jugendturnieren (incl. Bayerischen Jugendmeisterschaft) erhielt sie den Tischtennis-Oskar des Bezirkes Oberpfalz für die beste Jugendliche ihrer Altersklasse. Alfred Braun erreichte im Dezember 2001 als erster Spieler - und bestimmt auch damals in ganz Bayern - sein 1000. Mannschaftsspiel für die Abteilung. Bezirks-, Kreisvorsitzender, Bürgermeister, die Naabtaler Musikanten und zahlreiche Zuschauer und Gäste gaben dieser Ehrung - mit Grußworten des BTTV Präsidenten- einen würdigen Rahmen.

2000/2001 wurden die internationalen Tischtennisregeln reformiert. Statt mit einem 38mm Ball wird jetzt mit 40mm Bällen gespielt und ein Satz ist nun nicht mehr bei 21 sondern bei 11  Punkten beendet. 2003 beginnt die intensive Zusammenarbeit mit der Sportgruppe Dr. Loew, dem jetzigen Loew aktiv e.V., seit 2010 unterstützt die Abteilung die Nordbayerische Turnierserie der Lebenshilfe Bayern. Inklusion im Sportbetrieb erhält in der Tischtennisabteilung einen neuen Stellenwert.  Die Abteilung hat seit 2003 mit Susanne Schirmer eine Bayerische Meisterin im Einzel der Damen B. Im Jahr 2004 wird Alfred Braun, der über 30 Jahre die Herrenrangliste anführte durch Christian Daniel als die neue Nr. 1 abgelöst. Im Dezember 2005 erreicht auch Hans Martin Schirmer sein 1000. Mannschaftsspiel für die Abteilung, zahlreiche Gäste und ehemalige Weggefährten feiern mit dem heute noch aktiven Gründungsmitglied dieses Ereignis. Vier weitere Akteure folgen bis zum heutigen Zeitpunkt. Die Saison 2009/2010 beginnt mit dem bisherigen Höhepunkt im Jugendbereich, die Mädchen mit Sarah Segerer, Verena Gradl, Pia Meiller Laura Schertl, Darlyn Segerer, starten in der Bayernliga Nord. Im Jahre 2009 erhielt die Abteilung durch den Bezirk Oberpfalz den Mitarbeiterpreis für hervorragende Jugendarbeit (sportliche und gesellschaftliche Rundumbetreuung der Jugendlichen in der Vereinsarbeit).

Aktuell  machen die jungen Nachwuchsspieler Til Meier, Sophie Wild und Sophia Ziegler durch ihre guten Leistungen auf Nordbayernebene auf sich und die Abteilung aufmerksam.

Seit 2010 laufen die Bedarfsmeldungen der Tischtennisabteilung bezüglich Hallennutzung mit der Marktgemeinde. Die Planungen und Anstrengungen, optimale Bedingungen für den Hallensport in Wernberg-Köblitz zu bekommen, erhielten 2016 mit einem Bürgerentscheid „Eine Halle für Alle“ ihren bisherigen Höhepunkt. Durch immense Auflagen in der „alt ehrwürdigen“ TSV-Turnhalle ist der Sportbetrieb derzeit auf das notwendigste beschränkt.

Seit der Gründung 1957 hat es in der Sparte acht Abteilungsleiter gegeben, dies sind: Klaus-Dieter Weber (1957-1962), Hermann Preisser (1962-1965), Hans Martin Schirmer (1965-1974), Helmut Renda (1974-1984), Dr. Helmut Hohenstein (1984-1987), Dieter Buchner (1987-1989), Klaus Bochynski (1989-1991), Rainer Achhammer (1991-2001). Als jüngster Spartenleiter übernahm Dieter Buchner im Jahre 2001 erneut dieses Amt und führt die Abteilung bis heute mit großem Geschick. Mit inzwischen 15 Mannschaften steht die Abteilung, auch im Vergleich zu anderen Vereinen, heute auf gesunden Füßen, auch die Mitgliedschaft von 175 Personen, davon 81 Aktive, deutet positiv in dieZukunft. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in den vergangenen 60 Jahren fast 13200 Mannschaftsspiele über die Bühne gegangen sind. Da durch die Unsicherheit der Nutzung der TSV-Turnhalle ein langfristig zu planendes Tischtennisturnier anlässlich dieses Jubiläums nicht in Frage kam, entschied sich die Spartenführung kurzer Hand für ein Abteilungsfest, das unmittelbar nach der Jahreshauptversammlung stattfand.

(wdb)